Freizeitaktivitäten im Einklang mit der Natur

Lebendige Limmat

Die kanalisierte Limmat zwischen Schlieren, Oberengstringen und Unterengstringen soll natürlicher werden. Aktuell steht das Projekt «Lebendige Limmat» im Kanton Zürich vor der Bewilligungsphase.

Um was es genau geht, hat Hélène Arnet am 30.09.2022 in ihrem Artikel im Tages Anzeiger beschrieben.
Nachfolgende Auszüge aus dem Artikel:

Der Projektname lautet «Lebendige Limmat», und er ist Programm: Ab der Grenze der Stadt Zürich entsteht flussabwärts auf einer Länge von mehr als drei Kilometern eine Flusslandschaft, in der sich Fische, Vögel, Amphibien und Pionierpflanzen  – aber auch die Menschen – wohlfühlen sollen.

Der Flusslauf wird in drei Zonen unterteilt: In einer hat die
Natur Vorrang. Hier sind unbefestigte und kiesige Ufer sowie Kiesinseln geplant, wo zum Beispiel der stark gefährdete Flussuferläufer einen Lebensraum und der Eisvogel Nistgelegenheiten findet.

In gewissen Bereichen aber wird den Menschen Priorität eingeräumt. So entstehen entlang der ganzen Strecke vier Badewiesen. Im Herzstück der Renaturierung, dem Betschenrohr, ist auch ein Aussichtsturm vorgesehen. Die Uferwege werden freier zugänglich.

Daneben sieht das Projekt «Lebendige Limmat» auch Mischzonen vor, wo sich Mensch und Natur  gleichermassen breitmachen  und sich begegnen können. Auch die seit einigen Jahren so beliebten Gummibootfahrten auf der Limmat werden weiterhin zugelassen – und wohl in einer lebendigeren Flusslandschaft noch attraktiver sein.

Diese Limmat wird allerdings auch mehr Raum beanspruchen. Die Flusslandschaft wird um insgesamt zwanzig Hektaren erweitert. Das ist bemerkenswert viel in einem so dicht besiedelten Raum. Davon zählen laut Federer 9,6 Hektaren zu den Fruchtfolgeflächen. Überdies wird rund die Hälfte des Familiengartenareals Betschenrohr dem Fluss zurückgegeben.